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Erwartungen der Apotheken für 2026

Die Mehrheit der Apotheken blickt kritisch auf das vergangene und pessimistisch auf das kommende Geschäftsjahr. Wettbewerb, Kosteneinsparungen und Retaxationen zählen zu den aktuellen Hauptsorgen. Im Fokus steht auch die Apothekenreform.

Zu ihren Erwartungen für das Jahr 2026 wurde die Apothekerschaft im Rahmen des Apothekenkonjunkturindex (APOkix) des IFH Köln befragt. Die Ergebnisse zeigen: Lediglich 34 Prozent bewerten das Jahr 2025 bezogen auf das eigene Geschäft mit "sehr gut" bis "befriedigend" – zwei Drittel (66 Prozent) vergeben bestenfalls die Schulnote "ausreichend".

Auch der Blick auf das Apothekenjahr 2026 fällt mehrheitlich pessimistisch aus: 53 Prozent schätzen die Aussichten für ihren Betrieb negativ oder sehr negativ ein, 34 Prozent blicken neutral auf das kommende Jahr und nur 12 Prozent sind optimistisch gestimmt.

Wettbewerb, Kosteneinsparungen und Retaxationen

Im Fokus stehen demnach der Wettbewerb mit Versandapotheken, Drogeriemärkten und anderen branchenfremden Anbietern, das Erschließen von Kosteneinsparungspotenzialen, die Vermeidung und der Umgang mit Retaxationen sowie die Optimierung des Bestandsmanagements. Auch die Nachfolgeregelung, der Wettbewerb mit Amazon und anderen branchenfremden Plattformen sowie die Besetzung von PTA-Stellen sind für viele Apotheken besonders relevant.

Klare Erwartungen an Apothekenreform

Ein weiteres Thema ist außerdem die anstehende Apothekenreform. Gefordert werden die Erhöhung des Packungsfixums sowie der Ausschluss von Null-Retaxationen aus rein formalen Gründen. Auch die Wiedereinführung handelsüblicher Skonti und die Einführung strengerer Vorschriften beim Versand kühlketten- und kühlpflichtiger Arzneimittel wird als besonders wichtig erachtet. Auf breite Ablehnung stoßen hingegen Regelungen zur Apotheke ohne Apotheker, zu Erleichterungen bei der Gründung von Filial- und Zweigapotheken sowie zur Absenkung der Anforderungen an Zweigapotheken.

Konjunkturindizes sinken

Zudem sind die Konjunkturindizes im Dezember gesunken: Der Index zur aktuellen Geschäftslage fiel von 74,1 auf 68,4 Punkte. Der Erwartungsindex verlor 2,1 Punkte und liegt aktuell bei 49,6 Punkten.

(IFH Köln / STB Web)

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